Im Rahmen der Woche des Wasserstoffs 2026 haben wir gemeinsam mit mehr als 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern über die praktische Umsetzung von RFNBO-Zertifizierung, THG-Quote und Wasserstoffvermarktung gesprochen. Wir bedanken uns für das große Interesse, die hohe Beteiligung und den offenen fachlichen Austausch.
Im Webinar wurde deutlich, dass die Wirtschaftlichkeit von Wasserstoffprojekten nicht nur von Stromkosten und Technik abhängt, sondern in hohem Maß auch von der regulatorisch sauberen Ausgestaltung. Drei Punkte standen dabei besonders im Fokus:
1. RFNBO-Produktion wirtschaftlich optimieren
Ein zentrales Thema war die Frage, wie sich die RFNBO-Produktion maximieren lässt, ohne unnötige Kosten durch eine überdimensionierte PPA-Beschaffung zu verursachen. Entscheidend ist hier die regulatorisch saubere Nutzung der bestehenden Spielräume, etwa durch eine intelligente Fahrweise und eine passende Bilanzierungslogik.
2. THG-Quotenerlöse realistisch und vollständig berechnen
Für viele Projekte ist die THG-Quote ein wesentlicher wirtschaftlicher Baustein. Im Webinar haben wir aufgezeigt, worauf es bei einer belastbaren Erlösabschätzung ankommt und wie sich unterschiedliche Annahmen auf die Wirtschaftlichkeit auswirken. Zur ersten Einordnung steht auf unserer Webseite auch ein kostenloser Erlösrechner zur Verfügung.
3. Trailerlogistik massenbilanziell korrekt abbilden
Auch die Verteilung von Wasserstoff per Trailer ist regulatorisch anspruchsvoll. Damit Zertifizierung, Nachweisführung und Vermarktung später belastbar ineinandergreifen, muss die Liefer- und Mengenlogik von Beginn an massenbilanziell sauber aufgesetzt werden. Genau diese praktische Umsetzbarkeit war ein weiterer Schwerpunkt des Webinars.
Ein herzlicher Dank gilt auch unseren Gastreferenten von TÜV SÜD, WUN H2 und Rießner Gase für ihre wertvollen Praxisbeiträge und die fachlich fundierten Einblicke.
Die Vorträge aus dem Webinar stehen hier zum Download bereit:
Der Webinar-Rückblick zeigt einmal mehr: Für wirtschaftlich tragfähige Wasserstoffprojekte braucht es nicht nur technische Konzepte, sondern auch eine belastbare regulatorische Umsetzung entlang der gesamten Prozesskette.

